Fritzlar Sehenswürdigkeiten: Ein Rundgang durch die Dom und Kaiserstadt
Fritzlar in Nordhessen bietet, was eine mittelalterliche Fachwerkstadt ausmacht: Eine Stadtmauer mit Wehrtürmen, einen imposanten Dom und eine Altstadt mit Fachwerkhäusern, die Teil der Deutschen Fachwerkstrasse sind. Kurzum ein Städtchen mit Charme.
Fritzlars Stadtmauer und der Graue Turm
Auf der Rückfahrt unserer Kurzreise von Hamburg nach Südhessen legten wir einen Zwischenstopp in Fritzlar ein. Obwohl die Stadt überschaubar ist, gibt es einiges zu erkunden. Immerhin reichen die Wurzeln des Städtchens zurück bis ins 8. Jahrhundert, als Bonifatius hier ein Benediktinerkloster gründete.
Die Altstadt von Fritzlar verbirgt sich hinter einer rund 2,5 km langen Stadtmauer. Einst schützten zahlreiche Wehr- und Wachtürme die Stadt. Einige der historischen Türme sind bis heute erhalten.
Der Graue Turm in Fritzlar ist einer der wenigen erhaltenen Wehrtürme
Besonders markant ist der Graue Turm. Mit einer Höhe von 38 Metern gehört er zu den bedeutenden mittelalterlichen Wehrtürmen Deutschlands. Im Inneren informiert eine Ausstellung über die Stadtgeschichte und die mittelalterliche Gerichtsbarkeit, die Hexenverfolgung und die Missionierung durch Bonifatius.
Der Dom St. Petri in Fritzlar
Am Rande der Altstadt erhebt sich der Dom St. Petri, das Wahrzeichen von Fritzlar. Die ehemalige Stiftskirche blickt auf eine lange Geschichte zurück und verbindet romanische und gotische Bauelemente. Heute dient der Dom als katholische Pfarrkirche.
Das Wahrzeichen von Fritzlar: der Dom St.Petri
Rathaus und Spitzenhäuschen
Auf der anderen Seite des Doms steht das historische Rathaus von Fritzlar. Es wurde bereits 1109 erstmals urkundlich erwähnt und zählt zu den ältesten Amtshäusern in Deutschland. Nach einem Brand im 15.Jahrhundert erhielt es seine gotische Fachwerkgestaltung. Die markanten Spitztürmchen an der Fassad wurden später rekonstruiert.
Das Rathaus von Fritzlar gehört zu den markantesten Bauwerken der Stadt
Direkt hinter dem Rathaus fällt das „Spitzenhäuschen“ ins Auge. Mit seiner schiefen Fassade wirkt es, als würde es jeden Moment einstürzen. Doch das alte Fachwerkhaus steht seit 600 Jahren fest an seinem Platz – und beherbergt heute das Stadtarchiv.
Der historische Marktplatz mit Rolandsbrunnen
Das Herzstück der Fritzlarer Altstadt ist der Marktplatz mit dem Rolandsbrunnen und drumherum zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Außerdem Cafés und Eisdielen. Perfekt für unsere Pause. :)
Der Marktplatz von Fritzlar umgeben von Fachwerkhäusern und in der Mitte der Rolandsbrunnen
Rund um den Marktplatz und in den kleinen Gassen bewundern wir schöne Fachwerk- und Schindelhäuser. Viele von ihnen sind mehrere Jahrhunderte alt und liebevoll restauriert. Schade nur, dass das historische Ambiente mancherorts durch moderne Leuchtreklamen und bunte Firmenschilder gestört wird.
Das Hochzeitshaus - heute ein Stadtmuseum
Nur ein Katzensprung vom Marktplatz entfernt steht das Hochzeitshaus, erbaut zwischen 1580 und 1590. Wohlhabende Bürger nutzten solche repräsentativen Gebäude für große Feste wie Hochzeiten oder Taufen. Heute beherbergt es das Stadtmuseum von Fritzlar.
Das historische Hochzeitshaus in Fritzlar mit großer Fachwerkfassade
Fazit:
Fritzlar war der perfekte Abschluss unserer Kurzreise in den Norden. Die kompakte Altstadt mit ihren Fachwerk- und Schindelhäuser, der Dom sowie das imposante Rathaus und das Hochzeitshaus verleihen dem Ort mittelalterliches Flair. Wer in der Nähe unterwegs ist sollte einen Zwischenstopp einplanen – es lohnt sich.