Auf dem Pfad der Vielfalt durchs Fischbachtal

Weite Ausblicke über das Fischbachtal begleiten uns auf dem Pfad der Vielfalt
Kleine Rundwanderung durch die Natur des Odenwalds
Nur gut vier Kilometer ist der Pfad der Vielfalt im Fischbachtal lang – und trotzdem gibt es unterwegs einiges zu entdecken. Die kleine Rundwanderung führt durch Wald und Wiesen, vorbei an Streuobstbeständen und einem ehemaligen Steinbruch. Immer wieder öffnen sich schöne Ausblicke über das Fischbachtal bis zum Schloss Lichtenberg. An mehreren Stationen informierte der Lehrpfad über die die unterschiedlichen Biotope, entlang des Weges und ihre Bedeutung für Pflanzen und Tiere.
Vom ehemaligen Steinbruch zum kleinen See
Zu den interesssantesten Stationen unserer Rund gehört der ehemalige Steinbruch. Beim Anblick dieses Idylls kann man sich kaum vorstellen, dass hier bis in die 70-er Jahre mit schwerem Gerät gearbeitet wurde, um Steine für den Straßenbau zu gewinnen.

Wo früher Steine abgebaut wurden,ist nach der Stilllegung des Steinbruchs ein kleiner See entstanden
Nach der Stilllegung des Steinbruchs füllte sich die Grube allmählich mit Grundwasser und es entstand ein neuer Lebensraum für Wassertiere- und Pflanzen. Rund um den See kann man eine Zeitreise in die geologische Vergangenheit unserer Erde unternehmen. Hier lagern vielfältige Gesteinsarten, die Millionen Jahre alt sind.
Wiesen, Wald und weite Blicke über den Odenwald
Hinter dem Steinbruch zeigt sich das Fischbachtal von seiner besonders schönen Seite. Weite Wiesen wechseln sich mit Waldwegen ab, auf den Weiden grasen Schafe und Kühe und romantisch plätschert ein kleiner Bach. Mehr Odenwald-Idylle geht kaum.

Wiesen, Weiden und schattige Waldwege prägen die kleine Rundwanderung durchs Fischbachtal
Gerade diese Mischung hat uns auf der kurzen Runde besonders gut gefallen. Obwohl der Weg nicht lang ist, verändert sich die Landschaft immer wieder. Unterwegs öffnet sich außerdem mehrfach der Blick auf das weiße Schloss Lichtenberg, das weithin sichtbar über dem Fischbachtal liegt. Als Landgraf Georg I das Schloss vor über 450 Jahren erbauen ließ, erregte er damit nicht nur wegen der Größe und Lage Aufsehen, sondern auch wegen der revolutionären Architektur im Renaissance-Stil.

Unterwegs öffnet sich immer wieder der Blick auf Schloss Lichtenberg über dem Fischbachtal
Streuobstwiesen am Pfad der Vielfalt
Auch Streuobstwiesen gehören zu den Lebensräumen entlang des Pfads. Sie prägen vielerorts die Kulturlandschaft des Odenwalds und bieten mit alten Obstbäumen, Wiesen und Blüten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tiere.

Streuobstwiesen gehöre zu den unterschiedlichen Lebensräumen entlang des Pfades der Vielfalt
Früher gehörten Obstwiesen zu vielen landwirtschaftlichen Betrieben. Das Obst wurde frisch genutzt oder zu Saft und Obstbränden verarbeitet, während die Wiesen gleichzeitig als Weideflächen dienten. Heute sind die alten Streuobstbestände nicht nur Teil der Odenwälder Kulturlandschaft, sondern auch wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere. Streuobstwiesen gehören zu den unterschiedlichen Lebensräumen entlang des Pfads der Vielfalt

Auch Bienen finden in den blütenreichen Wiesen reichlich Nahrung
Unterwegs auf dem Pfad der Vielfalt
Der Pfad der Vielfalt ist für uns weniger eine klassische Wanderung als eine schöne kleine Runde für einen entspannten Spaziergang. Gerade die Kombination aus Steinbruchsee, Wiesen, Wald, Streuobst und den Ausblicken auf Schloss Lichtenberg macht den kurzen Weg abwechslungsreich. Wer unterwegs genauer hinschaut, entdeckt je nach Jahreszeit zahlreiche Vögel und Insekten. Ein Fernglas kann sich deshalb durchaus lohnen.
